Auf dieser Webseite wird das in der Maßnahme "KMU-innovativ: Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)" geförderte Forschungsprojekt TraceSys (Erweiterte Trace-Analyse in Test und Diagnose) vorgestellt. Sie finden Informationen über: HinweisDieses Projektporträt können Sie auf der Seite "Download" auch als Dokument herunterladen.

Das Projekt

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Test und Diagnose von Automobil-Steuergeräten (ECU) ist eines der wichtigsten Themen der deutschen Automobilindustrie und entscheidet über Qualität und Markenchancen ihrer Fahrzeuge. Bei jetzt bereits bis zu 80 eingebetteten ECUs in einem Auto reichen gerätespezifische Debugging- und Diagnosewerkzeuge nicht mehr aus, um systemübergreifende Fehler zu entdecken. Für einen durchgängigen Test und Diagnose aller Steuergeräte im Lebenszyklus des Automobils werden Test- und Diagnosemethoden benötigt, die übergreifend verschiedene Schnittstellen verarbeiten können. Beim Test eingebetteter Systeme im Automobil entsteht in den verschiedensten Testumgebungen des Lebenszyklus von der Modellierung (MiL, Model-in-the-Loop) über die Steuergeräteprogrammierung (SiL, Software-in-the-Loop) und -implementation sowie Fertigungs- und Endprüfung (HiL, Hardware-in-the-Loop) bis zur Hauptuntersuchung im Betrieb eine große Anzahl von zeitbasierten Messdaten, so genannte Traces. Allerdings werden diese Traces bisher von den Ingenieuren zumeist manuell mit nur einer rudimentären Methoden- und Werkzeug-Unterstützung untersucht. Trotz hohem Personalaufwand können aufgrund der großen Datenmengen stets nur Teilabschnitte genau analysiert werden. Dementsprechend bleibt ein Großteil der in den Traces vorhandenen Informationen für den Test und die Diagnose ungenutzt. Andere Anwendungsdomänen haben spezifische Lösungen für ähnliche Probleme entwickelt. Die interdisziplinäre Mischung der Verbundpartner aus Industrieautomation, Automobilbau und Prüftechnik ermöglicht, ihre domänespezifischen Kompetenzen zu einer geschlossenen interdisziplinären Methodik zu verschmelzen. Dadurch sollen der Automatisierungsgrad der Trace-Analyse deutlich erhöht, die Kosten gesenkt und die Trace-Informationen besser genutzt werden, um somit die Softwarequalität der eingebetteten Systeme wesentlich zu verbessern. Im Ergebnis sollen alle Test- und Diagnosebedürfnisse durch eine einheitliche Methodik in den verschiedenen Stufen des Lebenszyklus abgedeckt werden.

Die Kooperation

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Das zueinander komplementäre Konsortium der Verbundpartner besteht aus der GWT, der TU Dresden und der TraceTronic und wird um die assoziierten Partner BMW AG und FSD GmbH bereichert. Durch die geringe Anzahl von Partnern, die aber hinsichtlich der zu bearbeitenden Aufgabenstellung und den unterschiedlichen Rollen in der Wertschöpfungskette (Grundlagenforscher, Hersteller von Softwarewerkzeugen, Dienstleister und Endanwender) vollständig sind, wird eine sehr effektive und zielorientierte Arbeitsweise ohne Kommunikationsverluste ermöglicht.

HinweisAuf der Seite "Verbundpartner" finden Sie weitere Details zu den einzelnen Teilnehmern und ihrer Rolle im Projekt TraceSys.

Die Perspektiven

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Die erarbeiteten Algorithmen und Methoden sollen nach Projektende in die vorhandenen Werkzeuge der Verbundpartner einfließen, die durch diesen Technologievorsprung erheblich an Marktpotenzial gewinnen. Bei TraceTronic sollen die im Projekt erarbeiteten Ergebnisse zu Plug-ins für das bereits etablierte Testautomatisierungswerkzeug ECU-TEST weiterentwickelt werden. Außerdem soll im Anschluss an das Projekt ein eigenständiges Werkzeug mit dem Namen TraceCheck geschaffen werden, welches die erarbeiteten Konzepte in industriell anwendbarer Form implementiert. Die GWT kann ihre Werkzeuge AutoSPy und ADM um die neuen Funktionen zur fortschrittlichen  Auswertung von Prozessmassendaten erweitern und somit den Kundennutzen ihrer Analysesoftware erheblich steigern. Durch die neuen Technologien, welche zudem auch in anderen Branchen einsetzbar sind, rechnen die beide Unternehmen mit einem Anstieg der jährlich verkauften Lizenzen ihrer Produkte.

Für den Wissenstransfer über die Projektgrenzen hinaus bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Als Mitglied des ASAM e. V. (Association for Standardisation of Automation- and Measuring Systems) kann TraceTronic ausgewählte Erkenntnisse über Test und Diagnose in die dortige Community hineintragen. ASAM erstellt Standards von Datenmodellen, Schnittstellen und syntaktischen Spezifikationen für zahlreiche Anwendungen, wie beispielsweise Test, Simulation und Evaluierung im Bereich Automotive. Die GWT sowie das Institut für Angewandte Informatik sind Mitglied im Technologienetzwerk Silicon Saxony e. V., dem mit über 270 Mitgliedsfirmen größten Industrieverband der Mikroelektronik Europas. Der Verein verbindet  Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen am Wirtschaftsstandort Sachsen und bildet damit eine hervorragende Basis für den Transfer der Forschungsergebnisse in unterschiedliche Domänen, in diesem Fall vor allem in die Halbleiterindustrie und in die Fabrikautomation.

Die am Vorhaben beteiligten Dienstleistungsunternehmen und Softwareentwickler erarbeiten sich im Verlauf des Projektes eine tiefgründige Expertise im Umgang mit den entwickelten Methoden und können so ihre Marktposition stärken und neue Marktanteile gewinnen. Allein 11 neue Arbeitsplätze sollen mittelfristig in diesem Bereich entstehen.

Das Projekt im Überblick

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Projekttitel: Erweiterte Trace-Analyse in Test und Diagnose (TraceSys)
Schwerpunkte: Softwareintensive Embedded Systems / Querschnittstechnologie Sicherheit und Zuverlässigkeit
Branche: Automotive / Industrielle Automatisierung
Laufzeit: 01.02.2008 bis 30.09.2010 (32 Monate)
Projektkosten: 1.022.619 EUR
Fördersumme: 624.838 EUR

Ein Förderprogramm des

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektträger:

Logo der DLR

Projektträger im DLR
Rutherfordstraße 2   
12489 Berlin

Telefon: +49 30 67055-754
Fax: +49 30 67055-732

Fördermaßnahme:

KMU-innovativ: Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)

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